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  • Die Jurysitzung ist beendet und die Sieger-Vereine 2018 stehen offiziell fest! Herzlichen Glückwunsch an die glücklichen Preisträger!
    Die Preisträger 2018

    Die Jurysitzung ist beendet und die Sieger-Vereine 2018 stehen offiziell fest! Herzlichen Glückwunsch an die glücklichen Preisträger!

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  • Im letzten Jahr haben wir in Frankfurt, Düsseldorf und Leipzig Halt gemacht, um unsere Preisträger auszuzeichnen.
    Große Preisverleihungen 2017

    Im letzten Jahr haben wir in Frankfurt, Düsseldorf und Leipzig Halt gemacht, um unsere Preisträger auszuzeichnen.

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Was ist das „Grüne Band“?

Seit 1986 fördern die Commerzbank AG und der Deutsche Olympische Sportbund über die Initiative „Das Grüne Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ Kinder und Jugendliche.  Das „Grüne Band“ belohnt konsequente Nachwuchsarbeit im Leistungssport, unabhängig von der Vereinsgröße oder der Popularität der Sportart. Für das „Grüne Band“ können sich Vereine oder einzelne Abteilungen bis Ende März jeden Jahres bei ihren Spitzenverbänden bewerben. Die Bewertungskriterien ergeben sich aus dem Nachwuchsleistungssport-Konzept des DOSB und schließen unter anderem die Trainersituation, die Zusammenarbeit mit Institutionen wie Schulen oder Olympiastützpunkten, die Doping-Prävention sowie pädagogische Aspekte der Leistungsförderung mit ein.

Die Jury prämiert jedes Jahr 50 Vereine oder Vereinsabteilungen aus den förderungswürdigen olympischen und nicht olympischen Spitzenverbänden des Deutschen Olympischen Sportbundes. Voraussetzung für die Vereine ist, dass sie aktive Talentsuche und -förderung von Jugendlichen sowie aktive Dopingprävention betreiben.

Das „Grüne Band“ von Commerzbank und dem Deutschen Olympischen Sportbund ist mit einer Förderprämie von je 5.000 Euro für die leistungssportliche Nachwuchsarbeit der ausgezeichneten Vereine verbunden.

Unsere Botschafter

Sabine Spitz

Sabine Spitz kann mit Recht behaupten, eine prägende Athletin im Mountainbike zu sein: Olympiasiegerin, Weltmeisterin und 18-fache Deutsche Meisterin. Seit diesem Jahr ist die Spitzensportlerin zudem Botschafterin des "Grünen Bandes". Somit wird sie, gemeinsam mit Moritz Fürste, Vereinen bei den Preisverleihungen ihre Auszeichnungen sogar persönlich überreichen.


Mehr über Sabine Spitz im Botschafter-Blog

Moritz Fürste

Der Hockey-Olympiasieger repräsentiert das "Grüne Band" als Botschafter: "Auch ich durfte von solch einer vorbildlichen Förderung profitieren und weiß daher aus eigener Erfahrung, wie wertvoll die Arbeit der Vereine ist. Als Botschafter des ‚Grünen Bandes‘ möchte ich den Vereinen daher, stellvertretend für alle Sportlerinnen und Sportler, ‚Danke‘ sagen.“

Mehr über Moritz Fürste im Botschafter Blog

Unsere Jury

Hinter der Entscheidung, welche 50 Vereine für vorbildliche Nachwuchsförderung prämiert werden, steht eine hochkarätige Jury. Sie stützt ihre Entscheidungen auf standardisierte Prämierungskriterien, die auf dem Nachwuchs-Leistungssport-Konzept des DOSB basieren.

Auf der "Checkliste" der Jury stehen die Art der Talentsichtung in den Bewerbervereinen, Beispiele systematischer Talentförderung, die Darstellung der Trainersituation, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, Art und Umfang sozialer und pädagogischer Aspekte der Leistungsförderung, die sportmedizinische und die Ernährungsberatung sowie die Dopingprävention. Zu guter Letzt wirft das Gremium natürlich auch einen Blick auf nationale und internationale Erfolge im Nachwuchs- und Spitzenbereich. 

Veronika Rücker, Vorstandsvorsitzende des DOSB, verstärkt seit 2018 die fünfköpfige Jury-Runde.

Das Jury-Mitglied Uwe Hellmann, Leiter Brand Management der Commerzbank, ist nebenbei Hockeyspieler. Das "Grüne Band" passe sehr gut zur Commerzbank, sagt er.


Herr Hellmann, die Commerzbank engagiert sich in hohem Maße und auf vielen Ebenen für den Sport – im Spitzensport, aber eben auch besonders im Nachwuchsbereich. Das ’Grüne Band für vorbildliche Talentförderung’ ist dabei eines jener Projekte, mit denen die Bank und der DOSB besonders basisnahe Unterstützung liefern. Hier wirkt Sportförderung unmittelbar. 2016 wird der ‚kleine Oskar des Sports’ 30 Jahre jung. Sind Sie stolz?


Durchaus – und ich finde, alle, die sich in diesen drei Jahrzehnten für das ‚Grüne Band‘ engagiert haben, können das auch sein. Einerseits darauf, dass sich das ‚Grüne Band‘ als Marke und als der bedeutendste Förderpreis in der leistungssportlichen Nachwuchsförderung etabliert hat. Andererseits und vor allem eben auch, weil wir im Rahmen dieses Wettbewerbs einen konstanten Beitrag zur Nachwuchsausbildung leisten. Das äußert sich nicht nur in vielen Erfolgen von Individualsportlerinnen und -sportlern und Mannschaften der prämierten Vereine, sondern auch darin, dass die vielen Preisträger durch die Förderprämie von 5.000 Euro ihre Nachwuchsförderung noch weiter ausbauen konnten. Es ist schön zu sehen, dass das Geld genau dort ankommt, wo es gebraucht wird – an der Basis.

Sie selbst sind als Jury-Mitglied nun im achten Jahr dabei. Sind da die Auswertung der Bewerbungen und die Auftritte während der Preisverleihungen inzwischen Routine?

Routine insofern, als dass man natürlich Abläufe in beiden Bereichen inzwischen besser vorhersehen kann und weiß, wie das interne Teamwork auszusehen hat. Aber Routine im Sinne von ‚Programm abspulen’? Keineswegs. Jedes Jahr, jede Bewerbungsphase, jeder Auszeichnungszyklus bringen neue, spannende Hintergrundgeschichten, Informationen und Eigenheiten aus den Vereinen – und natürlich jede Menge neuen Diskussionsstoff im Rahmen der Jurysitzungen. Von der Deutschlandtour einmal ganz abgesehen. Die Preisträger und ihre Verantwortlichen, Talente und die sportbegeisterten Kids mit all ihren ‚Geschichten’ kennenzulernen, ist eine große persönliche Bereicherung, die ich nicht missen möchte. Wir alle lernen bei von jedem Verein auch immer wieder etwas Neues. Das macht das Projekt so spannend. Da ist für Routine kein Platz.

Ihnen begegnen im Rahmen Ihrer Sportsponsoring-Aktivitäten Top-Athleten und Stars, aber auch viele junge Talente und Jugendliche. Erkennen Sie bei den 'Großen' und den 'Kids' gleichermaßen viel Ehrgeiz, Begeisterung und Idealismus für den Sport?

Ja, meist ist das so – und oft steckt dabei auch die gleiche Eigenmotivation dahinter: Die Liebe zum Sport und die Lust auf besondere sportliche Leistungen – das Funkeln in den Augen ist daher oftmals das gleiche, nur: bei den Kids und Jugendlichen ist naturgemäß noch eine Portion mehr Idealismus dabei als bei Profis, die von ihrem Sport eben auch leben müssen. Wir versuchen beiden gerecht zu werden. Solange unter dem Strich die Begeisterung für den Sport steht, sind wir gerne dabei und engagieren uns. Und weil das so ist, feiert das ‚Grüne Band’ in diesem Jahr auch seinen 30. Geburtstag.

Wie viel soziale und charakterliche ’Bildung’ steckt im ‚Grünen Band‘?

Sehr viel. Das ist uns auch extrem wichtig. Insbesondere im Nachwuchsbereich geht es auch um Wertevermittlung. Wer diese im Sport vermittelt bekommt und verinnerlicht hat, wird davon auch in der Schule, in der Ausbildung, im Beruf und im gesellschaftlichen, sozialen Leben profitieren. Wir sind uns einer Mitverantwortung dafür bewusst. Das ist ein erheblicher Beweggrund für unsere Sponsoring-Aktivitäten. Übrigens erleben wir die Symbiose aus Teamfähigkeit, Ehrgeiz und Verantwortungsbewusstsein auch im eigenen Unternehmen, da wir viele Sporttreibende beschäftigen, die auch häufig in Vereinen aktiv sind. Der Sport stärkt soziale Kompetenzen und ist ein Bindeglied zwischen gesellschaftlichen Schichten. Er hat eine große integrative Kraft, die in der Entwicklung junger Menschen so wertvoll ist. Wenn wir in unserer Gesellschaft Werte vermitteln und vorleben wollen, kann das nur glaubwürdig sein, wenn wir an der Basis, bei Kindern und Jugendlichen ansetzen.

Die Welt, natürlich auch die Sportwelt, hat sich in den 30 Jahren, in denen es das ‚Grüne Band‘ nun gibt, schnell weitergedreht. Seine Werte sind dieselben geblieben. Die Anforderungen an die Vereine haben sich indes weiterentwickelt. Sind auch die Bewertungskriterien strenger geworden?

Natürlich haben sich die Anforderungen verändert. Allein schon aufgrund der Tatsache, dass sich den Bewerbern vor Ort heute natürlich andere Herausforderungen stellen als 1986. Die gesellschaftlichen Veränderungen, Probleme und auch die zunehmenden Konkurrenzangebote wirken sich selbstverständlich auch auf die Vereine aus. Bei der Talentsichtung und im Bestreben, Kinder und Jugendliche für sich und den Sport zu gewinnen, aber eben auch, wenn es darum geht, sie bei der Stange zu halten. Diesen Umständen tragen auch die Bewerbungskriterien Rechnung. Wir erwarten schon überzeugende, nachhaltige Konzepte, schauen ganz genau hin und machen es den Bewerbern gewiss nicht leicht. Das steigert aber auch deren Selbstanspruch – was wiederum dem Nachwuchs zugute kommt. Die Idee des ‚Grünen Bandes’ trägt sich also auch auf diese Weise mittlerweile selbst. Was dabei herauskommt, ist sehr motivierend und bestärkt uns in unserem Engagement.

Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin des Landessportverbands Baden-Württemberg, verstärkt seit 2018 die fünfköpfige Jury-Runde.

Der DOSB-Vizepräsident Leistungssport sitzt seit 2015 in der Jury des "Grünen Bandes". Er meint: "Wenn es diese Initiative nicht bereits geben würde, müssten wir sie erfinden."

 

Herr Bischof, Sie sind einer der erfolgreichsten deutschen Judoka aller Zeiten. Olympiagold und Olympiasilber, dazu alle Medaillenfarben bei Welt- und Europameisterschaften. Nach den Spielen 2012 in London sind Sie zurückgetreten und engagieren sich nun in der Jury beim „Grünen Band für vorbildliche Talentförderung“. Der Sport ist für Sie also eine Herzensangelegenheit. Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere an der Initiative des „Grünen Bandes“?

„Das Grüne Band“ zeichnet sich aus meiner Sicht besonders durch die Langfristigkeit aus. Langfristigkeit? In unserer schnelllebigen Zeit? Ja richtig, das klingt aufs erste vielleicht überraschend. Aber genau das finden wir als Jury intelligent und daher ist es der entscheidende Punkt, auf den wir bei den Bewerbervereinen achten. Zudem finde ich es sehr gut, dass die Förderprämie, welche die Vereine mit ihrer Auszeichnung erhalten, direkt dem Nachwuchs zugutekommt. Ob beispielsweise Trainingsgeräte, Sportbekleidung oder ein zusätzlicher Trainer– die Vereine entscheiden selbst, an welcher Stelle die 5.000 € am sinnvollsten eingesetzt werden. Es gibt es die Initiative bereits seit 30 Jahren. Von der Auszeichnung haben so bislang mehr als 500.000 Kinder und Jugendliche aus 1.750 Vereinen profitiert. Das ist eine wirklich beeindruckende Zahl.

Sie sind seit 2014 auch ehrenamtlich im Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes für den Leistungssport zuständig. Damit gab es einige Neuerungen in Ihrem Leben. Was sind Ihre persönlichen Ziele bei dieser neuen Aufgaben?

Der DOSB befindet sich in einer spannenden Zeit. Im Leistungssport müssen die Weichen neu gestellt werden um unseren jungen Athleten auf ihrem Weg in die Weltspitze auch zukünftig eine gute Förderung zukommen zu lassen. Die Welt bleibt nicht stehen und die Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren doch sehr verändert. Hier war der organisierte Sport etwas träge und es gilt für alle die Ärmel hochzukrempeln. In meiner neuen Positionen kann ich meine Erfahrungen als Athlet nutzen und dadurch beitragen, dass Unterstützung nicht an falschen Stellen versickert. Sie soll dort ankommen, wo sie wirkt und tatsächlich benötigt wird.
Zudem möchte ich deutlicher in den Fokus stellen, dass sich Leistung lohnt. Wer es schafft fair nach vorne zu kommen, darf meiner Meinung nach auch ruhig in einem gesunden Verhältnis davon profitieren.

Warum ist Ihnen das Thema Talentförderung im Nachwuchsleistungssport so wichtig?


Die Talentförderung stellt für jeden Sportverein mit das wichtigste Aufgabenfeld dar. Die Qualität unserer Förderkonzepte und die Kontinuität der Fördermaßnahmen sind hierbei ausschlaggebend. Nur so können wir in Deutschland sportliche Erfolge dauerhaft sichern. Wenn dann Mut, Talent und die richtige Strategie im Nachwuchsleistungssport zusammenkommen kann Großes entstehen. Wir müssen früh anfangen, da es hier meist leichter fällt die notwendigen Grundlagen zu vermitteln. Neben den reinen sportlichen Platzierungen geht es uns beim „Grünen Band“ auch um die Vermittlung von Werten an unsere Talente. Wir wollen Leistungsträger mit Anstand und sozialer Reife.

Wie wichtig sind solche Initiativen?

„Das Grüne Band“ stellt unsere heranwachsende Generation sowie deren Vereine in den Mittelpunkt. Beide stecken viel Herzblut in den Sport. Auf meinem eigenen Weg in die Spitze haben mich viele unterstützt. Ich weiß wie wertvoll ein guter Verein für seine Mitglieder ist und das wollen wir auszeichnen. Wenn es diese Initiative nicht bereits geben würde, müssten wir sie erfinden.Als Juror bin ich zudem nicht nur in einer Sportart tätig, sondern in einem weiten Spektrum. Es liegt ans uns die Vielfalt des Sports zu erhalten, damit jeder die Möglichkeit hat den Sport auszuüben, der ihm Spaß macht. Denn egal ob Breiten- oder Leistungssport – der Spaß sollte immer mit dabei sein und den hat nun mal nicht jeder bei derselben Sportart. Manche mögen Wasser, manche Bälle, manche suchen den Vergleich Mann gegen Mann und andere wollen in den Schnee. Das ist gut, denn wir brauchen diese Vielfalt. Wir wollen die Aufmerksamkeit nutzen um auch mal andere Sportarten ins Rampenlicht zu stellen.Wie hat Ihnen die Unterstützung Ihres Vereins in Ihrer Sportkarriere geholfen?Die Unterstützung des Vereins ist für einen jeden Sportler sehr wichtig, für mich war das eine echte Gemeinschaft. Gemeinsam zu Turnieren zu fahren war immer ein Erlebnis. Der Verein kann einem nicht nur optimale Trainingsbedingungen liefern, sondern auch den Rücken freihalten und einen Rückzugsort darstellen, wenn es sportlich oder zuhause mal nicht so läuft. Ich konnte mich da immer auf meinen Verein verlassen und die anderen im Verein auf mich.Wenn Sie mit Ihrem Verein damals „das Grüne Band“ verliehen bekommen hätten, wofür hätten Sie die 5.000 € Förderprämie eingesetzt?Sicherlich wäre ein Teil davon in neue Judomatten gegangen, schließlich bin auch ich immer mal wieder geworfen worden. Wir hätten vielleicht auch die Duschen erneuert. Zusätzlich hätte man über die Entwicklung eines eigenen Vereinskonzeptes nachdenken können, wie man junge Sportler im Sport aber auch abseits des Sports noch besser unterstützen kann, um Sport und Schule/Ausbildung unter einen Hut zu bringen.

Die zweimalige Olympiasiegerin im Rudern verstärkt als Anti-Doping-Expertin die Jury des "Grünen Bandes". Von 2008-2011 saß sie im Athleten-Komitee der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA)


Als sich Meike Evers-Rölver, zweimalige Olympia-Siegerin im Rudern, vom Leistungssport verabschiedete, war ihre aktive Karriere zwar beendet. Dem Leistungssport blieb sie jedoch weiterhin treu. Denn heute kämpft Meike Evers-Rölver nicht mehr um Gold, Silber oder Bronze, sondern gegen Doping und unfairen Wettkampf. „Ich hoffe durch meine Arbeit den Athleten der Welt als Stimme zu dienen“, sagt sie über ihr Engagement in der Athleten-Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada).

Evers-Rölver war von 2008 an bis 2011 Mitglied der Kommission. Zudem zählt sie neben ehemaligen Sportlern wie Frank Busemann oder Monique Garbrecht-Enfeldt zu den Anti-Doping-Vertrauensleuten des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB). Damit ist Meike Evers-Rölver in allen Fragen zum Thema Anti-Doping Ansprechpartnerin für Sportler, die sie über eine eigens dazu eingerichtete Hotline erreichen können. Als Anerkennung für dieses außergewöhnliche Engagement erhielt Meike Evers 2010 die Ehrennadel des DOSB.

"Sportlicher Wettkampf Ja, unfaire Mittel Nein": Diese Botschaft will Evers-Rölver auch der nächsten Generation an Leistungssportlern mit auf den Weg geben. Die Ruderin vom Ratzeburger RC in Schleswig-Holstein weiß selbst, wie viel Kraft und Energie der Weg bis an die internationale Spitze kostet. Im Alter von 18 Jahren wurde Meike Evers-Rölver Junioren-Weltmeisterin im Einer, zwei Jahre zuvor bereits Junioren-Weltmeisterin im Doppelvierer. In einem Interview erzählt sie: „Sogar zum Abiball konnte ich nicht gehen, weil ich Deutsche Meisterschaften hatte.“

Diese Entbehrungen haben sich jedoch gelohnt. Bei den Olympischen Spielen 2000 saß Meike Evers-Rölver im deutschen Doppel-Vierer, der als Erster die Ziellinie überquerte. Auch vier Jahre später in Athen holte Meike Evers-Rölver im Doppel-Vierer mit ihren Kolleginnen Gold. Außerdem wurde sie 1997 Weltmeisterin im Doppelzweier und 1999 Weltmeisterin im Doppelvierer.

Mittlerweile arbeitet Evers-Rölver als Kriminalkommissarin. Die Ausbildung dazu hatte sie nach den Olympischen Spielen in Sydney absolviert und ihre Karriere dafür zwischenzeitlich sogar bereits beendet. Sie wollte damals etwas für ihre Zukunft tun, sagt sie. Nicht nur deswegen ist Meike Evers-Rölver ein Vorbild für den Nachwuchs. Denn ihr Werdegang zeigt, dass Erfolge in einem sportlich fairen Wettkampf möglich sind, der Gedanke an die Zeit danach jedoch nicht zu kurz kommen darf. Daher gehört Meike Evers-Rölver seit 2012 Jahr zur Jury des Grünen Bandes für außergewöhnliche Talentförderung und wird die Gewinner mit auswählen. Folgerichtig. Ihr Einsatz im Kampf gegen Doping und ein Engagement beim Grünen Band – das passt.


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