BOTSCHAFTER BLOG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dem "Grünen Band" stehen jedes Jahr zwei hochkarätige Botschafter zur Seite. Moritz Fürste wird erneut auf der Bühne der großen Preisverleihungen stehen und auch Sabine Spitz wird im zweiten Jahr wieder das "Grüne Band" begleiten. Die beiden Sportler lassen es sich nicht nehmen, die jungen Talente im Spätsommer/Frühherbst persönlich auszuzeichnen und ihnen den Poakl für ihre herausragenden Leistungen und die tolle Vereinsarbeit zu übergeben.

Liebe Leser,

am 22. November hatte ich das Vergnügen und die Ehre, bei der letzten feierlichen Preisverleihung des Jahres in Halle an der Saale acht besonders engagierte Vereine für ihre herausragende Nachwuchsarbeit auszuzeichnen. Natürlich haben sich alle Vereinsvertreter über den Scheck von 5.000 Euro sehr gefreut. Das scheint zwar in einer Zeit, in der wir von Millionengehältern so genannter Fußballstars oder Tennisprofis lesen, geradezu ein verschwindend geringer Betrag zu sein, aber so ist es ja nicht.
Dieses Geld, das von den Partnern Commerzbank und Deutscher Olympischer Sportbund jedes Jahr zur Verfügung gestellt wird, hilft gerade in der Jugendarbeit an der Basis sehr. Dringend gebrauchte Trainingsgeräte kann man davon kaufen, Tennisbälle, Hockeyschläger für Anfänger, Gymnastikbänder oder neue Trampoline. Was auch immer nötig ist. Auch deshalb haben sich die Clubs so sehr gefreut, als mein Botschafter-Kollege Moritz Fürste und ich sie in diesem Herbst bei den insgesamt drei Veranstaltungen in Berlin, Essen und eben Halle auszeichnen durften.


Aber mindestens genauso wichtig war die Anerkennung für die Arbeit, die diese tollen Sportler an der Basis leisten. Dort, wo sonst kaum einer hinschaut. Bei den Demonstrationen ihrer Sportart auf der Bühne konnte ich auch den Stolz und die Freude der Kinder und Jugendlichen sehen. Egal, ob das kleine Badmintonspieler waren oder Karateka, Fußballmädchen oder die gehörlosen Sportler aus Halle, die wir jetzt in ihrer Heimatstadt auszeichnen konnten. Es ist einfach immer wieder wunderbar mitzuerleben, was die verschiedenen Vereine alles so machen.


Nachwuchsarbeit ist so wichtig und wir brauchen engagierte Leute in den Vereinen, die die Bereitschaft aufbringen, sich in ihrer Freizeit aktiv um den sportlichen Nachwuchs zu kümmern und die Jugendlichen auszubilden. Nicht nur sportlich übrigens, es geht ja immer auch darum, soziales Verhalten zu lernen, mit einem Sieg ebenso wie mit einer Niederlage anständig umgehen zu können, dem sportlichen Kontrahenten mit Respekt zu begegnen und immer Fairness zu leben. Und vielleicht trägt das Grüne Band und diese Ehrung ein bisschen dazu bei, den Ehrgeiz der Einzelnen in den Vereinen noch ein wenig mehr anzustacheln. Deshalb auch kann ich nur allen raten, die in diesem Jahr vielleicht nicht zu den insgesamt 50 Preisträgern gehörten: Bewerbt euch auch 2019 wieder. Es lohnt sich auf jeden Fall.


Zum Abschluss noch ein persönliches Wort zu meiner Karriere. Vieleicht habt ihr es ja schon aus der Presse erfahren, dass ich meine aktive Laufbahn in der olympischen Cross-Country-Disziplin beendet habe. Die Probleme im Schulter- und Nackenbereich nach meinem Sturz am 8. Juli in Val di Sole haben mich leider am Ende zu diesem Entschluss gezwungen. Bedauerlicherweise hatte ich dadurch ja schon diese wunderbaren Europaspiele im Sommer in Glasgow verpasst, und auch zur Mountainbiking-WM in Lenzerheide im Herbst war ich noch nicht wieder vollständig fit. Schade, es wäre meine 23. WM gewesen. Aber so ist es nun einmal. Weil ich aber ‚sportverrückt’ bin und mir nicht vorstellen kann, ohne Fahrrad zu sein, habe ich beschlossen, mich in Zukunft auf die Langstrecke zu konzentrieren. Im September habe ich an der Marathon-WM teilgenommen und bin 13. geworden. Na ja, angesichts der Umstände war das ganz okay, aber ich bin mir sicher: Da geht in Zukunft noch mehr. Man soll ja immer Ziele haben. Das gilt für mich, das gilt aber auch für all die jungen Sportler, die wir auch im nächsten Jahr wieder mit dem Grünen Band auszeichnen wollen.

Ich wünsche euch eine schöne Vorweihnachtszeit, erholsame Festtage  und ein tolles, sportliches neues Jahr.

Eure Sabine

Liebe Leser,

nun ist die Entscheidung also gefallen. 50 Vereine stehen als Preisträger des Grünen Bandes 2018 fest und ich freue mich darauf, einige von ihnen im Herbst bei den feierlichen Preisverleihungen kennenzulernen. Die Gespräche mit den jungen Athleten und ihren Trainern und Betreuern sind für mich in jedem Jahr wieder besonders spannend und auch bereichernd. Als Botschafterin ist es ja auch mein Job, eine „Botschaft“ zu überbringen und das mache ich natürlich auch bei diesen Events mit den jungen Sportlern immer gerne: Sport muss Spaß machen.

Vielleicht haben einige von euch die European Championships in Glasgow und Berlin im Fernsehen verfolgt oder waren sogar selbst vor Ort. Das war doch eine wunderbare Sache, der Funke ist bei diesem europäischen Mini-Olympia echt übergesprungen. Es war auch toll, dass viele Sportarten gezeigt wurden, die sonst nur alle vier Jahre bei Olympischen Spielen im Fokus stehen. Ich würde mir sehr wünschen, dass dieses Format so bestehen bleibt und es auch in Zukunft diese kombinierten Sommer-Spiele gibt. Und warum nicht beim nächsten Mal auch in Deutschland. Das würde vielen unserer jungen Sportler - auch aus den ausgezeichneten Vereinen - die Chance geben, ihre Vorbilder einmal live zu sehen.

Für mich persönlich war es natürlich schade, dass ich in Glasgow nicht starten konnte. Ich habe mich wirklich sehr darauf gefreut. Leider habe ich noch unter den Nachwirkungen meines Trainingssturzes vom 8. Juli in Val di Sole gelitten. Die Probleme aus dem Nacken- und Schulterbereich haben so in den Arm ausgestrahlt, dass ein ernsthafter Wettkampf leider nicht möglich war. Auch bei der Deutschen Meisterschaft Mitte Juli musste ich deshalb aufgeben. Das ist alles natürlich sehr ärgerlich, aber so ist es im Sport eben auch. Manchmal läuft nicht alles rund.

Sehr gefreut hat mich, dass mit dem Radsportclub Cottbus auch ein Radsportverein zu den ausgezeichneten Preisträgern des Grünen Bandes gehört. Die Cottbusser machen eine super Arbeit, die immer wieder erfolgreiche Athleten hervorbringt. Vier Olympiamedaillen, 28 EM-Titel und fast 200 deutsche Meisterschaften in den letzten zwanzig Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Das alles ist aber nur möglich, wenn die Grundlagen in der Jugendarbeit gelegt werden, bei der in Cottbus auch ehemalige Topfahrer helfen. Neben super Trainern ist aber auch immer die Unterstützung durch Eltern, Betreuer, Freunde und Familie nötig, damit die jungen Radsportler optimale Bedingungen haben. Das kriegen sie in der Lausitz immer wieder super hin. Deswegen gratuliere ich meinen Radsportfreunden dort ebenso wie allen anderen Preisträgern ganz herzlich.

Bis bald, eure Sabine

Liebe Leute,

es ist nun wirklich Zeit, dass ich mich mal wieder bei euch melde. Ich hoffe, ihr seid alle gut und sportlich in das neue Jahr gekommen.

Das erste große Highlight haben wir ja gerade hinter uns: die Olympischen Winterspiele. War das nicht großartig? Ich bin auch, wie wahrscheinlich viele von euch, am Sonntagmorgen um 5 Uhr aufgestanden, um unseren Eishockey-Jungs beim Spiel um Gold gegen die Athleten aus Russland zuzuschauen, die Daumen zu Drücken und mitzufiebern. Klar waren wir alle im ersten Moment etwas enttäuscht, dass es nicht zum ganz großen Coup gereicht hat. Aber, hey, Silber! Es war ein historischer Sportmoment für Deutschland – und ich glaube, viele werden sich noch in Jahren daran erinnern, wo sie waren, als diese Silbermedaille gewonnen wurde.

Natürlich hing die große Begeisterung in Deutschland auch mit dem erfolgreichen Abschneiden „unserer" Athleten zusammen. Laura Dahlmeier, die Nordischen Kombinierer, die Bob- und Rodelfahrer, unser traumhaftes Eiskunstlaufpaar Aljona Savchenko und Bruno Massot. Und, und, und. Was da in Korea – und schließlich hier bei uns – passiert ist, kann, so glaube ich, nur der Sport schaffen. Weil es Emotionen sind, die uns bewegen. Weil der Sport Kulturen, Religionen und Weltanschauungen vereinen kann. Weil sich Menschen aus aller Herren Länder zum sportlich fairen Wettkampf miteinander treffen und die Leistungen des anderen anerkennen und ihm gratulieren, wenn er besser ist.

Ja, ich weiß. Natürlich gibt es auch die Betrüger, die versuchen, sich illegal Vorteile zu erschleichen. Der Kampf gegen Doping und weiteren Betrug an den ehrlichen Athleten darf deshalb nicht nachlassen. Und, ja ich weiß, gerade beim internationalen Spitzensport geht es sehr oft auch um Geld und kommerzielle Interessen. Auch da gilt es, wachsam zu bleiben und darauf zu achten, dass die Werte des Sports nicht verlorengehen.

Gerade deswegen ist die Jugendförderung in unseren vielen kleinen und großen Sportvereinen so wichtig. Unzählige Übungsleiter lehren dort oft ehrenamtlich neben den sportlichen Kenntnissen auch die oben genannten Werte des Sports. Das halte ich für mindestens ebenso bedeutend wie die Vermittlung eines Rittbergers, einer argentinischen Rückhand oder eines Schlagschusses. Deshalb müssen wir unsere Vereine stärken und intensive Nachwuchsarbeit ermöglichen. Deshalb finde ich es auch so großartig, dass es auch in diesem Jahr wieder das „Grüne Band“ gibt, die gemeinsame Initiative des Deutschen Olympischen Sportbundes und der Commerzbank und unterstütze sie super gerne wieder als Botschafter.

Wieder können sich Vereine aus allen Spitzensportverbänden um den Preis bewerben. Immerhin 5.000 Euro beträgt das Preisgeld. Ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen, weil mein Verein UHC im letzten Jahr ausgezeichnet wurde: Damit kann ein Club in der Jugendarbeit richtig viel anfangen, es ist eine bedeutende Hilfe. Bewerbt euch also mit eurem Verein, es kann sich lohnen. Noch bis zum 31. März ist das möglich.

Ich wünsche euch viel Erfolg

Euer Moritz

Liebe Leser,

zum ersten Mal durfte ich in diesem Jahr als Botschafterin für das Grüne Band tätig sein. Ich habe es als große Ehre empfunden, als man mich vor einem Jahr gefragt hatte, ob ich diese Aufgabe übernehmen möchte und habe mich sehr darüber gefreut. Da musste ich gar nicht lange überlegen, denn die Unterstützung der breiten Sportbasis durch die Vereine war schon immer eine Herzensangelegenheit für mich. Ich war sehr gespannt, was mich erwarten würde und vermutlich ebenso aufgeregt bei der Preisverleihung wie die ausgezeichneten Vereine. Es war eine tolle Erfahrung, auch wenn für mich als Laudatorin sicher noch ein wenig Luft noch oben ist. Aber bekanntlich ist noch kein Meister von Himmel gefallen und meine Talente liegen nun mal vor allem auf dem Rad. Aber auch hier gilt wie im Sport: durch Übung und Training kann man besser und sicherer werden.

Das Wichtigste war für mich als Botschafterin aber ohnehin nicht, Reden zu halten, sondern die Begegnungen mit den Menschen aus den Vereinen in den unterschiedlichsten Sportarten. Es war wirklich toll, zu sehen und zu spüren, mit welcher Leidenschaft der Sport gelebt und geliebt wird. Das ist es, was den Sport in Deutschland trägt und Voraussetzung ist für spätere Medaillengewinne. Die Begeisterung der jungen Athleten für ihre Disziplinen, das Engagement der Ehrenamtlichen, der Trainer, der Eltern und allen, die viel Freizeit und Herzblut investieren, hat mich sehr beeindruckt. Es ist wirklich großartig, mit welchem Einsatz in den Vereinen gearbeitet wird und auch, wie facettenreich der Sport ist. Ich empfand das als eine sehr inspirierende Erfahrung. Deshalb bin ich sehr stolz darauf, diese Botschaft auch im kommenden Jahr nach außen zu tragen.

Aber auch in sportlicher Hinsicht war es für mich ein besonderes Jahr. Eigentlich wollte ich nach den Olympischen Spielen 2016 etwas kürzer treten, es sollte mein erstes Jahr ohne Hochleistungssport werden. Ende 2016 habe ich mich dann aber doch anders entschieden, um die Herausforderung nach überstandener Knieverletzung nochmals anzunehmen. Ich wollte es vor allem mir selbst noch einmal beweisen, zu frustrierend war 2016, als ich einfach durch die Verletzung zu eingeschränkt war und meine Ziele nicht erreichen konnte. Dass dieser Plan aufgehen würde, war natürlich sehr fraglich. Jetzt kann ich aber sagen: Es war sehr erfolgreich. Vor allem Rang zwei beim Cross-Country Weltcup-Auftakt, der deutsche Meistertitel im Cross-Country und die Vize-Weltmeisterschaft im Marathon haben meiner Entscheidung Recht gegeben und gezeigt, dass ich international nach wie vor konkurrenzfähig bin. Der Olympia-Frust bzw. das Verletzungs-Pech vom Vorjahr ist damit zwar nicht vergessen, aber es fühlt sich deutlich besser an als vor Jahresfrist. So kann ich auf ein sehr schönes, erfolgreiches und inspirierendes Jahr 2017 zurückblicken. Ich wünsche gleichzeitig allen Vereinen und Sportlern ein tolles Jahr 2018. Vor allem aber, und das ist das Allerwichtigste, immer viel Spaß beim Sport.

Eure Sabine

Liebe Leser,

krass, wie viele tolle Bewerbungen um das Grüne Band auch in diesem Jahr wieder bei uns eingegangen sind. Aus allen Sportbereichen waren Vereine dabei, die eine wirklich großartige Jugendarbeit leisten und die jungen Athleten fördern und ausbilden. Leider können die Commerzbank und der Deutsche Olympische Sportbund jedes Jahr ‚nur’ 50 Vereine mit der Prämie von 5000 Euro auszeichnen. Für die Jury war es also wieder eine echt harte Aufgabe, sich für 50 Bewerber zu entscheiden und dadurch leider auch einigen absagen zu müssen.

Die, die diesmal leer ausgegangen sind, sollen aber bitte nicht den Mut verlieren und sich im nächsten Jahr erneut bewerben. Es hat sich ja bereits oft gezeigt, dass weitere Anläufe erfolgreich waren. Beharrlichkeit zahlt sich häufig aus. Im Leben, im Sport und eben auch konkret im Rahmen dieses Förderwettbewerbs. Vor allem aber sollt ihr bitte euretolle Jugendarbeit fortsetzen, für die ich euch herzlich danke.

Jetzt ist die Auswahl getroffen und ab dem 26. September werden meine Botschafter-Kollegin Sabine Spitz und ich einigen der diesjährigen Preisträger auf den großen Veranstaltungen persönlich gratulieren. Darauf freue ich mich jetzt schon. Ich mache diesen „Job“ als Botschafter für das Grüne Band inzwischen ja schon einige Jahre und erinnere mich sehr gerne an die vielen Treffen und Begegnungen mit jungen Leistungssportlern aus wirklich fast allen Sportarten, die es im Deutschen Olympischen Sportbund so gibt. Und es ist wirklich super, wenn die jungen Sportler dann irgendwann ihre Scheu verlieren und wir ins Gespräch kommen. Wenn ich dann von meinen Erlebnissen bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften erzähle, dann merkt man richtig, wie die Kids das alles aufsaugen und bei einigen der Ehrgeiz und das große Ziel wächst: Ja das möchte ich auch einmal erleben!
Spannend zu beobachten ist stets, wie sich die Trainersituation in den Vereinen entwickelt. Wenn aus jungen Sportlern irgendwann Trainer werden – und zwar bereits während sie selbst noch aktiv sind. In meinem Heimatverein, dem Uhlenhorster Hockey Club aus Hamburg, habe ich selbst als junger Spieler immer gerne als Trainer für Kinder mein Wissen weitergegeben. Und einige von den „Kleinen“, die ich damals selbst trainiert habe, leiten jetzt schon ihrerseits die nächste Generation an. So soll das laufen in unserer großen Sportfamilie.

Wenn wir in den letzten Wochen von den unfassbaren Zahlen gehört habe, die zum Teil im Profifußball hin- und herfließen, dann scheinen die 5000 Euro Preisgeld für die Sieger des Grünen Bandes ja kaum der Rede wert. Aber so ist es eben nicht. Was glaubt ihr, wie wertvoll dieser Preis für jeden der Vereine ist, beispielweise Gehörlosen- oder Floorball-Sportvereine oder Voltigierer? Für solche Abteilungen ist die Siegprämie eine große Hilfe bei ihrer täglichen Arbeit mit jungen Sportlern. Noch ein ganz konkretes Beispiel: Boxhandschuhe für Kinder kosten zwischen 25 und 30 Euro. Ihr könnt euch also ausrechnen, wie viele Paare ein Boxverein, der prämiert wird, dafür anschaffen könnte, um seine Nachwuchskämpfer anständig auszustatten...
Und deshalb ist das Grüne Band so eine super Sache, die ich gerne unterstütze. Selbst jetzt, wo ich nicht mehr in der Nationalmannschaft spiele. Denn Sportler bleiben wir ja ein Leben lang.

Alles Gute
Euer Mo

Hallo liebe Leser,

Es war eine große Freude und Ehre für mich, als mich der Deutsche Olympische Sportbund und die Commerzbank gefragt haben, ob ich mir vorstellen kann, als neue Botschafterin für das „Grüne Band“ tätig zu sein. Natürlich konnte ich mir das vorstellen. Sehr gut sogar. Ich freue mich sehr, dass ich nun als Botschafterin dieses Projekt unterstützen kann. Denn ohne das breite Engagement der Vereine in der Nachwuchsarbeit würde es in Deutschland auch keinen Spitzensport geben.

Trotz meines eher ungewöhnlichen Karriereweges konnte auch ich von der guten Nachwuchsarbeit in einem Verein profitieren. Als Jugendliche habe ich kurzzeitig Eishockey gespielt – und es war natürlich der örtliche Club, der mir das ermöglicht hat. Das ist nun schon etwas her, aber diese Zeit habe ich nie vergessen. Und als ich dann im Alter von 22 Jahren mit dem Radsport begonnen habe, haben mir das Vereinstraining und der sehr engagierte Trainer entscheidend dabei geholfen, dass ich meinen sportlichen erfolgreichen Weg gehen konnte. Deshalb weiß ich auch, wie wichtig und oft entscheidend ein gutes Umfeld ist.

Dabei finde ich persönlich es besonders wichtig, dass für die jungen Athleten immer die Freude und Leidenschaft für ihren Sport im Vordergrund steht. Das bildet den Grundstein für eine erfolgreiche Sportlerkarriere. Natürlich gibt es dabei auch immer Momente, in denen der Spaßfaktor vielleicht nicht so groß ist. Aber auch aus Rückschlägen und Enttäuschungen muss man als junger Sportler – und vor allem als junger Mensch – lernen. Auch dabei helfen engagierte Trainer in unseren Vereinen. Manchmal ist auch einfach harte Arbeit gefragt, um seine Ziele und Träume zu erreichen, das sollte man nie vergessen. Wenn man dabei von einem funktionierenden Umfeld in einem unserer tollen Sportvereine mit ihrer oft großartigen Nachwuchsarbeit unterstützt wird, fällt auch das leichter.

Ich selbst habe gerade meine Wettkampfsaison begonnen, in denen die Weltmeisterschaften im MTB-Marathon am 25. Juni in Singen und die Mountainbike-Cross-Country WM Mitte September im australischen Cairns neben zahlreichen Weltcuprennen die absoluten Höhepunkte sind. Ich freue mich sehr auf das Jahr, drückt mir doch bitte alle kräftig die Daumen.

Eure Sabine

Liebe Leser,

konntet ihr auch zwischen Weihnachten und Neujahr etwas Ruhe finden? Mit Freunden und der Familie zusammen sein, einfach mal die Seele baumeln lassen und nicht schon wieder an den nächsten Termin denken? Ich genieße diese Tage immer sehr und freue mich über jede Minute, die ich unbeschwert mit meiner Frau, meiner kleinen Tochter sowie der ganzen Familie verbringen kann.

Aber natürlich gehen einem dann auch Gedanken an das letzte Jahr durch den Kopf und darüber, was das neue wohl bringt. Insbesondere, wenn sich, wie bei mir, einiges ändert. Ihr wisst ja, dass ich im Sommer nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro meinen Abschied aus der Nationalmannschaft erklärt habe. Nach elf Jahren und 291 Länderspielen ist für mich Schluss im DHB-Team, es ist Zeit für jüngere. Die Bronzemedaille war noch einmal ein Highlight und als meine Tochter nach dem Schlusspfiff zu mir auf das Spielfeld gelaufen kam, da schwappten bei mir die Emotionen schon über.

Aber, dass ich nicht mehr für Deutschland spiele, heißt ja nicht, dass ich mit dem Sport aufhöre. Dafür ist Sport doch eine viel zu großartige Sache, der ich immer verbunden bleiben werde. Natürlich werde ich für meinen Verein, den Uhlenhorster HC in Hamburg noch weiter in der Bundesliga spielen. Und im Januar geht es wieder für einen Monat nach Indien zu den Kalinga Lancers. Immer noch ein besonderes Erlebnis, auf das ich mich sehr freue. Ich werde auch in meinem Beruf in einer Hamburger Werbeagentur weiter ganz eng am Sport dran sein. Ich werde weiter meine Meinung zum Sport sagen und mich auch außerhalb des Hockeysports engagieren. Weil ich eben finde, dass Sport die schönste „Nebensache“ der Welt ist. Deshalb freue ich mich auch darauf, weiterhin als Botschafter für das „Grüne Band“ tätig zu sein und damit den Nachwuchssport zu unterstützen.

Die Förderung und Ausbildung junger, talentierter Sportler, die erstklassige Arbeit in den Vereinen mit jungen Talenten, wird ja in Zukunft eher noch  wichtiger. Sicherlich habt ihr mitbekommen, dass das Fördersystem für den Spitzensport in Zukunft neu organisiert werden soll. Mit Blick auf optimale Leistungen bei Olympischen Spielen sollen vor allem die Sportler und Sportarten am besten gefördert werden, die die meisten Medaillen versprechen. Das könnte für einige Sportarten praktisch das Ende ihrer Wettbewerbsfähigkeit bedeuten. Andererseits ist es für Topathleten wichtig, dass sie sich ohne finanzielle Sorgen komplett auf ihren Sport konzentrieren können. Es wird sicher noch weitere interessante und kontroverse Diskussionen geben, welches wirklich der richtige Weg in der Förderung ist.

Eines aber scheint mir doch völlig klar: Ohne eine grundlegende Topausbildung im Kinder- und Jugendalter bei den Sportvereinen ist es auch für das größte Talent sehr schwer, hohes internationales Niveau zu erreichen. Deshalb ist die Förderung der leistungssportlichen Nachwuchsarbeit in den Vereinen durch die Commerzbank und den DOSB so wichtig. 50 Vereine oder Abteilungen werden auch in 2017 wieder mit jeweils 5000 Euro prämiert. Das ist für viele nicht nur eine Anerkennung der geleisteten Arbeit sondern oft auch eine große Hilfe, um möglichst optimale Trainingsbedingungen anbieten zu können. Seit Dezember läuft wieder die Bewerbungsphase für das „Grüne Band“ - noch bis Ende März. Die Unterlagen könnt ihr euch hier auf der Internetseite runterladen. Macht es einfach – und vielleicht sehen wir uns dann ja im Herbst bei einer der Preisverleihungen.

Viel Erfolg und ein gutes neues Jahr,

Euer Moritz

Liebe Leser,

konntet ihr auch zwischen Weihnachten und Neujahr etwas Ruhe finden? Mit Freunden und der Familie zusammen sein, einfach mal die Seele baumeln lassen und nicht schon wieder an den nächsten Termin denken? Ich genieße diese Tage immer sehr und freue mich über jede Minute, die ich unbeschwert mit meiner Frau, meiner kleinen Tochter sowie der ganzen Familie verbringen kann.

Aber natürlich gehen einem dann auch Gedanken an das letzte Jahr durch den Kopf und darüber, was das neue wohl bringt. Insbesondere, wenn sich, wie bei mir, einiges ändert. Ihr wisst ja, dass ich im Sommer nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro meinen Abschied aus der Nationalmannschaft erklärt habe. Nach elf Jahren und 291 Länderspielen ist für mich Schluss im DHB-Team, es ist Zeit für jüngere. Die Bronzemedaille war noch einmal ein Highlight und als meine Tochter nach dem Schlusspfiff zu mir auf das Spielfeld gelaufen kam, da schwappten bei mir die Emotionen schon über.

Aber, dass ich nicht mehr für Deutschland spiele, heißt ja nicht, dass ich mit dem Sport aufhöre. Dafür ist Sport doch eine viel zu großartige Sache, der ich immer verbunden bleiben werde. Natürlich werde ich für meinen Verein, den Uhlenhorster HC in Hamburg noch weiter in der Bundesliga spielen. Und im Januar geht es wieder für einen Monat nach Indien zu den Kalinga Lancers. Immer noch ein besonderes Erlebnis, auf das ich mich sehr freue. Ich werde auch in meinem Beruf in einer Hamburger Werbeagentur weiter ganz eng am Sport dran sein. Ich werde weiter meine Meinung zum Sport sagen und mich auch außerhalb des Hockeysports engagieren. Weil ich eben finde, dass Sport die schönste „Nebensache“ der Welt ist. Deshalb freue ich mich auch darauf, weiterhin als Botschafter für das „Grüne Band“ tätig zu sein und damit den Nachwuchssport zu unterstützen.

Die Förderung und Ausbildung junger, talentierter Sportler, die erstklassige Arbeit in den Vereinen mit jungen Talenten, wird ja in Zukunft eher noch  wichtiger. Sicherlich habt ihr mitbekommen, dass das Fördersystem für den Spitzensport in Zukunft neu organisiert werden soll. Mit Blick auf optimale Leistungen bei Olympischen Spielen sollen vor allem die Sportler und Sportarten am besten gefördert werden, die die meisten Medaillen versprechen. Das könnte für einige Sportarten praktisch das Ende ihrer Wettbewerbsfähigkeit bedeuten. Andererseits ist es für Topathleten wichtig, dass sie sich ohne finanzielle Sorgen komplett auf ihren Sport konzentrieren können. Es wird sicher noch weitere interessante und kontroverse Diskussionen geben, welches wirklich der richtige Weg in der Förderung ist.

Eines aber scheint mir doch völlig klar: Ohne eine grundlegende Topausbildung im Kinder- und Jugendalter bei den Sportvereinen ist es auch für das größte Talent sehr schwer, hohes internationales Niveau zu erreichen. Deshalb ist die Förderung der leistungssportlichen Nachwuchsarbeit in den Vereinen durch die Commerzbank und den DOSB so wichtig. 50 Vereine oder Abteilungen werden auch in 2017 wieder mit jeweils 5000 Euro prämiert. Das ist für viele nicht nur eine Anerkennung der geleisteten Arbeit sondern oft auch eine große Hilfe, um möglichst optimale Trainingsbedingungen anbieten zu können. Seit Dezember läuft wieder die Bewerbungsphase für das „Grüne Band“ - noch bis Ende März. Die Unterlagen könnt ihr euch hier auf der Internetseite runterladen. Macht es einfach – und vielleicht sehen wir uns dann ja im Herbst bei einer der Preisverleihungen.

Viel Erfolg und ein gutes neues Jahr,

Euer Moritz

2011 stand der Hockey-Nationalspieler und Olympiasieger Moritz Fürste erstmals für das „Grüne Band“ als Laudator auf der Bühne und konnte hautnah miterleben, wie vielseitig die Talentförderung des DOSB und der Commerzbank ist. Seit 2012 gibt er seine Erfahrungen als Botschafter bei den Prämierungsveranstaltungen an die „Spitzensportler von morgen“ weiter. Die Vorbildrolle könnte dabei nicht besser besetzt sein. Im Interview berichtet er über seine spannende Zeit zwischen Deutschland, Indien und Südafrika und erzählt uns, wie wichtig eine vielseitige sportliche Ausbildung im jungen Alter ist.

Hallo Moritz, du hast je im Augenblick einiges um die Ohren. Im Winter hast du in Indien gespielt, es ging für deinen Verein Uhlenhorster Hockey-Club Hamburg (UHC) um die entscheidende Phase in der Meisterschaft, du arbeitest bei einer großen Werbeagentur und mit der Nationalmannschaft stehen und standen zahlreiche Lehrgänge auf dem Programm. Und dann hast du noch deine Familie. Wie kriegst du das alles unter einen Hut?

Ich bin ganz gut in Selbstorganisation. Das ist übrigens etwas, was viele Sportler gut können. Das habe ich jedenfalls festgestellt. Sport bedeutet auch Selbstdisziplin. Es macht ja nicht immer Spaß, morgens um 7 Uhr bei Regen seinen Lauf zu machen. Es muss aber sein. Also macht man es und gewöhnt sich an solche Abläufe.

Trotzdem fiel dir dein Engagement zum Jahresbeginn in Indien diesmal schwerer als in den beiden Jahren zuvor?


Ja, das muss ich schon sagen. Es war schließlich das erste Mal, dass ich über einen Monat lang von meiner kleinen Tochter getrennt war. Das war schon hart. Das kannten wir ja beide nicht. Zumal ja danach noch ein Trainingslager mit der Nationalmannschaft in Südafrika anstand. Sportlich war die Zeit in Indien allerdings top. Ich habe diesmal bei den Kalinga Lancers in Bubaneshwar im Nordosten Indiens gespielt. Wir haben das Endspiel erreicht, aber leider verloren. Wir hatten exzellente Trainingsbedingungen, ich konnte viel Spielpraxis sammeln. Das war sehr gut.

Hast du deine Tochter denn schon im Sportverein angemeldet?

Na ja, die ist jetzt etwas über ein Dreivierteljahr alt. Das braucht noch ein bisschen Zeit mit dem Sport (lacht). Ganz grundsätzlich finde ich eine sportliche Früherziehung wie Mutter- und-Kind-Turnen oder Babyschwimmen gut. Je früher die Kleinen ein Körpergefühl entwickeln, rückwärts laufen, kriechen, einen Ball kullern und so weiter, desto besser ist das. Eine Spezialisierung auf eine Sportart kann sehr, sehr viel später erfolgen. Hauptsache, die Bewegungsgrundlagen sind gelegt.

Du selbst hast als Jugendtrainer beim UHC Kinder betreut.

Ja, das hat mir auch sehr viel Spaß gemacht. In den Hockeyclubs haben wir auch schon sehr früh darauf geachtet, dass die Kleinen sehr vielseitig sportlich ausgebildet werden und eben nicht nur Hockey spielen.

Das hat doch manchen Eltern sicher nicht gefallen oder? Die haben ihr Kind doch nicht zum Hockey geschickt, damit es Purzelbäume lernt...
 

Aber wenn das Kind lieber Purzelbäume mag... Nein, im Ernst: wichtig ist, dass die Kinder sich ausprobieren, dass sie den Sport finden, der ihnen am meisten Spaß macht. Und wenn es heute Hockey ist und morgen Judo und übermorgen Tennis... gut so. Die Kinder sollen nicht die sportlichen Ideen ihrer Eltern verfolgen, sondern ihren eigenen Weg gehen. Das Schlimmste was passieren kann ist, dass sie zu einer Sportart gedrängt werden, die ihnen keinen Spaß macht – und dann hören sie irgendwann völlig mit Sport auf.

Du selbst hast auch den Sport gewechselt?

Nein, aber ich habe mich halt irgendwann auf eine Sportart konzentriert. Vor allem, weil ich ein großer Anhänger von Mannschaftssport bin. Ich habe früher recht intensiv Tennis gespielt, aber ich muss sagen, dass das sportliche Erlebnis in der Gruppe viel schöner ist. Dieses Gefühl, gemeinsam ein Ziel erreicht zu haben und auch verantwortlich für die Mitspieler zu sein. Da kannst du eben nicht ein Spiel einfach laufen lassen, nur weil du heute vielleicht nicht gut drauf bist. Dann würde man die Mitspieler ja im Stich lassen.

Du hast in der Vergangenheit oft betont, wie wichtig insbesondere die Nachwuchsarbeit in den Vereinen ist. Deshalb bist du ja schon im fünften Jahr Botschafter beim „Grünen Band“.  


Ja klar. Und, auch wenn das jetzt vielleicht etwas „großväterlich“ klingt: es geht auch um die Gesundheit der Jugendlichen. Wir haben schon viel zu viele übergewichtige Kinder. Außerdem lernt man im Sportverein soziale Kompetenz, lernt mit Erfolg und Misserfolg umzugehen. Das habe ich aber schon oft gesagt. Und nicht zu vergessen: Sport leistet auch unheimlich viel für die Integration. Gerade jetzt sind Sportvereine oft die ersten, die Flüchtlinge aufgenommen haben, ihnen etwas Abwechslung bieten, ihnen helfen, bei uns anzukommen. Das finde ich großartig.  

Liebe Leser,
wenn ihr diesen Blog lest, bin ich bereits nach Indien abgeflogen. Mit der Nationalmannschaft nehmen wir am ersten Finalturnier der World League teil. Die besten acht Mannschaften der Welt treffen dort in einem Turnier aufeinander, da wird es heiß hergehen, nicht nur wegen des Klimas.

Wir haben mit Argentinien, Indien und den Niederlanden schöne Brocken in der Gruppe. Alle Teams werden sich belauern, schauen, wie die anderen schon drauf sind, und man probiert vielleicht auch noch ein paar Dinge aus. Dieses Turnier wird auch für das Prestige wichtig sein, man kann sich bei den Gegnern Respekt verschaffen. Das ist für uns auch deswegen besonders wichtig, weil uns ja ganz kurzfristig Anfang November unser Trainer Markus Weise verlassen hat.

Das war für uns zunächst einmal ein Schock. Wir Spieler und der Trainerstab hatten fest damit gerechnet, bis zu den Olympischen Spielen in Rio ein Team zu sein. Das hatten wir uns alle vorgenommen. Dass nun ausgerechnet Markus letztendlich eine andere Entscheidung getroffen hat, ist natürlich ärgerlich. Für uns geht es schließlich direkt weiter.

Man muss aber auch sagen, dass Markus uns vom Mannschaftsrat von Anfang an in seine Pläne eingeweiht hatte. Alles lief sauber und fair ab. Wir haben uns daraufhin im Team zusammengesetzt und gesagt: Jetzt erst recht. Wir schauen jetzt nach vorne und nicht mehr zurück. Die ersten beiden Testspiele ohne Markus konnten wir schon gegen England gewinnen.  

Darüber, wie wir und auch die Damenmannschaft uns im nächsten Dreivierteljahr auf die Spiele in Rio vorbereiten, soll übrigens unter dem Titel „Ecke, Schuss, Gold“ ein Dokumentarfilm entstehen. Ein tolles Projekt, das die ehemalige Nationalspielerin Rebecca Landshut initiiert hat und für das ich gerne als Botschafter zur Verfügung stehe. Die Kamera wird immer dabei sein, in der Kabine, auf dem Spielfeld, in Besprechungen, auch bei den Sportlern im normalen Alltag. Ich hoffe, der Film wird wirklich auch umgesetzt.

Apropos Indien. Dort werde ich ja ab 22. Januar wieder in der Profiliga spielen. Nachdem ich 2013 und 2014 für Ranchi Rhinos aktiv war, haben mich in diesem Jahr die Kalinga Lancers verpflichtet. Das ist ein Team aus der Stadt Bhubaneswar. Habt ihr noch nie gehört? Ganz ehrlich? Ich vorher auch nicht. Sie hat über 800.000 Einwohner und liegt im Nordosten von Indien am Indischen Ozean. Angeblich gibt es dort Hunderte Hindutempel, einige davon gelten als sehr bedeutend.

Auf jeden Fall gibt es wieder viel zu erleben und zu sehen. Ich freue mich schon sehr darauf, denn meine beiden ersten Indien-Aufenthalte mit den Ranchi Rhinos waren unvergessliche Erlebnisse, die mir nur durch den Sport ermöglicht wurden. Die Einstimmung auf die World League jetzt mit den Honamas, der Nationalmannschaft, kommt da gerade recht. Drückt uns die Daumen.

Ich wünsche euch eine schöne Vorweihnachtszeit.  

Euer Moritz

Quelle: Medienmannschaft

Liebe Leser,

die Preisverleihungen für das „Grüne Band“ 2015 haben begonnen. Erst in dieser Woche wurden in Leipzig sieben Vereine von der Weltmeisterin im Speerwurf, Katharina Molitor, ausgezeichnet. Beim Tourauftakt am 21. September in Essen konnte ich die ersten Vereine persönlich ehren und ihnen herzlich gratulieren. Sie haben alle eine vorbildliche Jugendarbeit geleistet und die Anerkennung absolut verdient. Es war wieder ein toller Abend mit vielen interessanten Gesprächen. Ich freue mich deshalb jetzt auch schon darauf, weitere Preisträger persönlich kennenzulernen.

Die Treffen mit den jungen Sportlern haben mir schon in den letzten Jahren immer viel Spaß gemacht. Und das meine ich tatsächlich so. Gerade auch junge Athleten aus anderen Sportarten als meiner kennenzulernen ist eine tolle Erfahrung. Was ist deren Motivation, was sind ihre Probleme, wo gibt es Unterschiede, was ist gleich? Das ist wirklich immer wieder spannend.

Ganz besonders hat mich gefreut, dass mit Uhlenhorst Mülheim auch wieder ein Hockeyverein zu den Preisträgern gehört. Gerade im Hockey sind wir auf eine besonders gute Jugend- und Nachwuchsarbeit angewiesen, um auch in Zukunft zur Weltspitze zu gehören. Bisher ist uns das ja ziemlich gut gelungen, obwohl es nur rund 80.000 aktive Hockeyspieler in Deutschland gibt. Uhlenhorst Mülheim ist dabei schon seit Jahrzehnten ein besonders gutes Beispiel für eine exzellente Nachwuchsarbeit. Die Herren sind mit 16 Titeln mit weitem Abstand deutscher Rekordmeister auf dem Feld, immer wieder kommen herausragende Spieler aus diesem Club. Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Glatzkopf Carsten Fischer, den Eckenspezialisten der Olympiasieger von 1992 mit seinem harten Schuss. Auch Jan-Philipp Rabente, der uns mit seinen beiden Toren in London zum Olympiasieg 2012 schoss, stammt aus Mülheim. In der Jugend konnten die „Uhlen“ schon 65 Meistertitel erringen. Einmalig und ein Vorbild für viele andere Hockeyvereine.

Für mich persönlich hat sich das Leben im letzten Vierteljahr sehr geändert. Das Beste, was mir je passiert ist, war die Geburt meiner Tochter Emma vor knapp drei Monaten. Dieses Glück ist mit keinem sportlichen Glücksgefühl auch nur annähernd zu vergleichen. Und Emma ist eine tolle Tochter, sie schläft schon fast durch. Dann bin ich auch noch bei einer großen Werbeagentur in Hamburg in das Berufsleben eingestiegen. Ich betreue dort den Bereich Sportmarketing. Glücklicherweise kann ich meine Zeiten an meine Bedürfnisse als Sportler anpassen. Wenn ich zu Lehrgängen muss, gibt es keine Probleme mit der Freistellung. Meine Chefs sind da sehr flexibel, das ist eine sehr glückliche Situation. Genau so etwas hilft uns Leistungssportlern enorm.

Ich würde mir sehr wünschen, dass immer mehr Unternehmen in Deutschland solch ein  Modell ermöglichen. Das wäre eine ganz besonders wertvolle Unterstützung. Und vielleicht können die jungen Sportler, die wir nun im Herbst auszeichnen, bei ihrem Weg in Sport und Ausbildung in ein paar Jahren auch schon von einem derartigen, flexiblen Berufsmodell für Athleten profitieren. Das wäre großartig.

Viele Grüße und bis zum nächsten Mal

Euer Mo.


Quelle: Medienmannschaft

Was für ein toller Tag! Ich hatte schon ein wenig Sorge, dass mein Training mit Hamburger Hockeykindern möglicherweise buchstäblich ins Wasser fallen könnte. Nach diesem miserablen Frühjahr. Doch statt Regen, Wind und Kälte war es einfach wunderbar. Endlich, Ende Juni,  war der Sommer da, die Sonne schien, kein Wind, kein Regen, blauer Himmel. Besser hätte es nicht sein können. Entsprechend viele Kinder waren gekommen, rund 200 von ganz klein bis schon einigermaßen groß. Beim THC Altona-Bahrenfeld erlebten wir einen wunderbaren Nachmittag, wir erfüllten gerne die Autogrammwünsche und erzählten von unseren Erlebnissen durch den Sport. Und ich will gar nicht wissen, auf wie vielen Handys jetzt Fotos von uns sind…

Ich schreibe „wir“, weil mein Freund und Nationalmannschaftskamerad Tobias Hauke an diesem Tag auch dabei war. Sein Verein, der Harvestehuder THC aus Hamburg, hatte in der Online-Abstimmung unter allen 50 Preisträgern des „Grünen Bandes“ den „Publikumspreis“ und damit eine Trainingseinheit mit mir gewonnen. HTHC-Präsident Cito wurde bei der Veranstaltung auch von Lena Kuske, der Markenbotschafterin der Commerzbank und Filialleiterin in Hamburg sowie Klaus Widegreen, dem DOSB-Vertreter und Vizepräsident Leistungssportförderung des Hamburger Sportbundes, offiziell mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Das Training mit mir aber, das wollte der HTHC an einen kleineren Verein in Hamburg weitergeben, „der nicht jeden Tag Hockeystars sieht“, wie Cito Aufenacker sagte. Und „Tobi“ Hauke gab es praktisch noch als Zugabe obendrauf.

Ich fand das eine tolle Idee. Mein Verein ist zwar der Uhlenhorster HC in Hamburg, aber beim HTHC bin ich ja allein durch die Bundesliga schon zweimal im Jahr zu Gast. Die Kinder dort kennen mich, und „Tobi“ natürlich erst recht. Die Jungs und Mädchen von Altona-Bahrenfeld aber kannten uns persönlich noch nicht. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, als ein kleiner Junge zu seiner Mutter gesagt hat: „Die sind voll nett, die zwei.“

Man hat gemerkt, mit wie viel Begeisterung die Eltern und vor allem die Kinder bei der Sache waren. Möglicherweise wird niemand von ihnen jemals Bundesliga oder sogar in der Nationalmannschaft spielen – aber darauf kommt es gar nicht in erster Linie an. Der Spaß am Sport soll im Vordergrund stehen, das ist immer die Voraussetzung für Spitzenleistungen. Das haben wir den Kindern auch erzählt und versucht zu vermitteln. Und Spaß hatten wir glaube ich alle. Es war ein toller Tag.


Quelle: Medienmannschaft

Liebe Leserinnen und Leser,

ich melde mich in diesen Tagen aus Buenos Aires bei euch, wo ich mit der deutschen Hockeynationalmannschaft das Halbfinale der World League spiele. Unser großes Ziel war es, unter die ersten Vier zu kommen, damit wir uns für das Finalturnier der World League Anfang Dezember in Indien qualifizieren können - und das haben wir gestern geschafft. Wir haben uns in diesem Frühjahr wirklich sehr intensiv auf dieses wichtige Turnier in Argentinien vorbereitet. Außerdem folgt im August mit der Europameisterschaft in London noch ein weiterer Höhepunkt. Schon sechs Lehrgänge mit Länderspielen standen seit der Hallen-WM im Februar an. Immer in einer anderen Stadt, immer volle Pulle Training. Dazu die Bundesliga, es war eine intensive Zeit bislang. Aber der Spaß am Wettkampf und die Freude, auch die internationalen Konkurrenten wiederzusehen und sich mit ihnen zu messen, wiegen all die Anstrengungen auf.  Diese Begeisterung für den Sport an junge Athleten weiterzugeben, sehe ich weiterhin auch als eine meiner Aufgaben als Botschafter für „das Grüne Band“ an. Schon deshalb freue ich mich auch darauf, am 29. Juni mit meinem Nationalmannschaftskameraden Tobias Hauke vom HTHC mit den Nachwuchsspielern eines kleinen Hockeyclubs in Hamburg zu trainieren. Auch dort sind wir für „das Grüne Band“ unterwegs. Denn der Sieger des Publikumspreises, der HTHC, hat sich entschieden, mit seinem Preis einen kleineren Verein zu unterstützen und den Besuch des Sportstars weiterzugeben. Eine tolle Geste.

Vielleicht spornt dieser Tag die jungen Spieler ja noch weiter an und motiviert sie, für ihre großen und kleinen Ziele zu trainieren. Ich möchte euch deshalb kurz von einem Treffen erzählen, das mir persönlich im Gedächtnis geblieben ist. Meine Begegnung mit Roger Federer, den ich als Tennisspieler wirklich sehr bewundere. Ich traf ihn 2008 in Peking mit unserer ganzen Mannschaft beim Essen. Er nahm dort mit seinen Betreuern sein Essen zu sich, ganz normal. Wie er tatsächlich ist. Als er fertig war, war es für ihn mit der Ruhe vorbei. Unglaublich viele Menschen kamen zu ihm. Sie baten um ein Autogramm, machten ein Foto mit ihm. Auch wir vom Hockeyteam sind dann zu ihm hingegangen. Roger war wirklich nett, interessiert, hat mit uns ebenso wie mit den anderen Fans geredet. Er mag zwar Millionen verdient haben, weil er eben in einer besonders populären Sportart erfolgreich ist, aber man merkte ihm immer den Respekt vor anderen Athleten an. Die große Achtung auch für uns Hockeysportler, die halt zufällig weniger berühmt waren als er.

Auf jeden Fall hat mich dieses Erlebnis in meiner Meinung bestärkt, dass Sportler alle eine große Familie sind. Uns einen die gleichen Ziele, der faire Wettkampf, der Respekt vor der Leistung und der Persönlichkeit des Mitbewerbers. Für die Vereine, die sich mit ihrer Nachwuchsarbeit um „das Grüne Band“ 2015 beworben haben, geht es natürlich auch um diese sportlichen Werte abseits von Ergebnissen und Zeiten, so wie es in der Vergangenheit ja auch immer der Fall war. Ich freue mich jedenfalls schon darauf, im Herbst die Sieger des Grünen Bandes 2015 persönlich kennenzulernen.

Jetzt aber geht es erst einmal darum, dass wir mit dem Hockeyteam auf die nächsten großen Spiele vorbereiten. Drückt uns bitte die Daumen.

Bis dann

Euer Moritz

Diese Webseite nutzt Cookies

Wir verwenden auf unserer Webseite Cookies, um Inhalte zu personalisieren, die Zugriffe auf unsere Webseite zu analysieren und somit unser Angebot zu verbessern. Wir erheben dabei nur pseudonyme Daten, eine Identifikation erfolgt nicht. Ferner geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Webseite an unsere Partner für Werbung und Analyse weiter.