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„Das Grüne Band“ 2017: Sieben Vereine in Frankfurt ausgezeichnet

27.09.2017

Die sieben Preisträger erhalten in Frankfurt 5.000 Euro für vorbildliche Talentförderung und großes Lob von einer Olympiasiegerin.

Die Preisträger strahlten am Dienstag in Frankfurt um die Wette. Bilder: picture alliance / christes

Olympisch, klassisch, trendy, gesellig: Die ganze Vielfalt des Sports strahlte, als am Dienstag in festlichem Rahmen sieben Klubs aus Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit dem „Grünen Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ ausgezeichnet wurden. Zu den diesjährigen Gewinnern des begehrten Förderpreises und der damit verbundenen Prämie in Höhe von 5.000 Euro zählen der Baseball- und Softballclub Mainz Athletics, der Frankfurter Golf Club, die Inline-Speedskater des Sportvereins Blau-Gelb Groß-Gerau, die Leichtathletik-Abteilung des Universitäts-Sportclubs Mainz, die Rudergesellschaft Heidelberg 1998, der Kegelsportverein Wetzlar und der Tischtennisclub Rot-Weiß 1921 Wiesbaden Biebrich. Sie alle haben in den letzten Jahren besondere Leistungen in der Nachwuchsarbeit erbracht und sich damit die traditionsreiche Auszeichnung verdient. Das „Grüne Band“ wird mittlerweile bereits im 31. Jahr vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Commerzbank vergeben. Alle geladenen Aktiven, Trainer und Funktionäre der sieben Gewinner repräsentierten die Bandbreite der insgesamt 50 Vereine aus den olympischen und nicht-olympischen Sportarten, die von der Jury bedacht wurden. Die Trophäen überreichte ihnen dem Anlass entsprechend eine echte Ausnahme-Athletin: Sabine Spitz, Olympiasiegerin, Weltmeisterin und zig-fache Deutsche Meisterin auf dem Mountainbike. Seit diesem Jahr ist die Profiradsportlerin zudem Botschafterin des "Grünen Bandes".

Nachhaltige Förderung und mehrdimensionale Ausbildung beinhalten Wertevermittlung

Grußworte durch die Gastgeber, Laudationes und die Übergabe der Preise durch hochkarätige Gäste, eine kurzweilige wie informative Talkrunde und ein buntes Showprogramm, für das die Vereine höchstpersönlich verantwortlich zeigten: Das Ambiente rund um den Auftakt der diesjährigen Preisverleihungen in der Commerzbank-Arena stimmte. Diese finden in der Folge im Rahmen zweier weiterer großer Veranstaltungen – am 11. Oktober in Düsseldorf und am 1. November in Leipzig – sowie bei 28 Vereinen vor Ort statt.

Die fünfköpfige Jury der Initiative nahm auch diesmal wieder sowohl die sportlichen als auch die sozialen Erfolge der Bewerber unter die Lupe. Die Verantwortlichen des Vorzeigeprojekts deutscher Sportförderung achten auf mehrdimensionale Konzepte, Nachhaltigkeit und soziale Kompetenz. Dr. Bettina Orlopp, Generalbevollmächtigte der Commerzbank, betonte im Rahmen der Preisverleihung in Frankfurt: „Das `Grüne Band´ vereint die beiden Schwerpunkte des gesellschaftlichen Engagements der Commerzbank – Sport und Bildung. Im Zuge dessen findet eine aus unserer Sicht enorm wichtige, weil richtungsweisende Wertevermittlung statt. Wenn ein Jugendlicher im Rahmen einer Trainingsgruppe oder eines Teams neben der sportlichen Leistung soziale Kompetenz und Fairness erlernt, kann er diese Fähigkeiten später in alle anderen Bereiche des Lebens – und eben auch in den Beruf – transferieren. Das macht Sport im Verein so wertvoll.“

Im Jahr eins nach dem großen Geburtstag hat das „Grüne Band“ nichts von seiner Aussage- und Strahlkraft eingebüßt. „Im vergangenen Jahr hatten wir anlässlich des 30-jährigen Jubiläums bereits eine Vielzahl hervorragender Bewerbungen, und dennoch ist das Niveau weiter gestiegen. Obwohl die Bewertungskriterien äußerst anspruchsvoll sind, werden sie von so vielen Vereinen erfüllt, dass wir in der Jury des ‚Grünen Bandes‘ Schwerstarbeit zu leisten hatten. Die Kriterien reichen von der Förderung junger Talente und der Trainersituation über den Kampf gegen Doping bis zur Integration von sozial schwachen oder benachteiligten Kindern“, sagte der Vorstandsvorsitzende des DOSB und Jurymitglied, Michael Vesper. „Die heute ausgezeichneten Vereine sind in all diesen Rubriken echte Vorbilder für künftige Bewerber.“

Ambitionierte Talent- und Anschlussförderung garantiert Erfolge

Die in Frankfurt ausgezeichneten Vereine eint ihre ambitionierte und akribische Nachwuchsarbeit – und der erfolgreiche Transfer der Talente in den Erwachsenenbereich. Ihre Erfolge sind meist ‚hausgemacht’ und belegen, dass es sich lohnt, in die Förderung von Jugendlichen zu investieren.

  • Der Baseball- und Softballclub Mainz Athletics feierte im Herbst 2016 am selben Tag die Deutsche Meisterschaft seines Bundesliga- und des Nachwuchsteams. Die Athletics haben inzwischen Jugendmannschaften bis hinunter ins ‚Bambini-Alter’. Je sechs Lizenztrainer und Übungsleiter sind im Einsatz. Zwei Landes- und sieben Bundeskader zählten die Mainzer zur Zeit der Bewerbung. Prämiert werden sie zum dritten Mal.
  • Der Frankfurter Golf Club e.V. wird sogar schon zum vierten Mal prämiert. Die Hessen feiern u.a. Top-Platzierungen der Eigengewächse Maximilian Röhrig und Martin Keskari, beide inzwischen als Profispieler unterwegs. Anfang des Jahres zählte der Frankfurter Traditionsclub 17 Landes- und Bundeskader in allen Altersklassen. Amina Wolf und der 16-jährige Tim Mayer spielen in der Nationalmannschaft. Bei landesweiten, aber auch Deutschen und Europäischen Nachwuchs-Meisterschaften schaffen es die Frankfurter immer wieder aufs Siegerpodest.
  • Die Inline-Speedskater des SV Blau-Gelb Groß-Gerau haben kaum noch Platz für ihre Trophäen: Gold-, Silber- und Bronzemedaillen bei Hessischen-, Süddeutschen-, Deutschen-, Europa- und Weltmeisterschaften oder im Europacup – alles allein in diesem Sommer. Die Erfolgschronik des SV steht dem nicht nach, Inklusive Deutscher-, Europa- und Weltrekorde, natürlich. Die Auszeichnung erhalten die Blau-Gelben bereits zum dritten Mal.
  • Der USC Mainz ist nun zweimaliger Preisträger und eine der führenden Talent- und Medaillenschmieden der Leichtathletikszene. National wie international landen die Rheinland-Pfälzer regelmäßig auf dem Siegertreppchen. Der Universitätsclub schöpft aus einem riesigen Repertoire: Er zählte im Frühjahr 2017 587 Leichtathletinnen und –athleten, darunter 423 Kinder und Jugendliche. Im Zeitraum 2014-2016 stellte der USC 66 Landes- und Bundeskader. 31 Lizenztrainer sind für ihre Entwicklung verantwortlich.
  • Die Rugby-Abteilung der Rudergesellschaft Heidelberg ist seit vielen Jahren die Top-Adresse in Deutschland. Und der national erfolgreichste Verein in Sachen Jugendarbeit. Zahlreiche Deutsche Meisterschaften (über 70 nationale Titelgewinne) und Podiumsplätze im Nachwuchsbereich – übrigens auch nach Ablauf der Bewerbungsfrist –, eine sehr starke Bundesligamannschaft und viele Kaderathleten, die in den deutschen U-Auswahlmannschaften und im A-Nationalteam im Einsatz sind, führten zur dritten Auszeichnung.
  • Der Kegelsportverein Wetzlar sammelte so viele Titel und Trophäen, dass seine dritte Bewerbung weniger einer Mappe als vielmehr einem Buch glich. Die Erfolgschronik ist derart üppig, dass sie sich nicht mal ansatzweise nacherzählen lässt, ohne den Rahmen zu sprengen. Sie beinhaltet: Landes- und Deutsche Meisterschaften in allen Altersklassen, dazu Gold, Silber, Bronze bei Junioren-Weltmeisterschaften. Johanna Theiß gewann seit 2014 u.a. gleich drei WM-Titel.
  • Der TTC Rot-Weiß 1921 Biebrich hat ein besonders erfolgreiches Jahr 2016 hinter sich. Franziska Bohn, Marlene Zettl und Floriane Eichner gewannen die Tischtennis-Hessenmeisterschaft und wurden Vierte bei den Deutschen Meisterschaften der Schülerinnen. Auch Niels Felder und Maximilian Schlicke erreichten Top-Platzierungen bei Landes- und Bundesturnieren im Einzel und Doppel. Zum Zeitpunkt der Bewerbung stellte der KSV 14 Landes- und Bundeskader.

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