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"Das Grüne Band“ 2017: Acht Vereine in Leipzig im Rampenlicht

02.11.2017

Triple-Time in der Da Capo Halle in Leipzig: Heute werden in festlichem Rahmen acht Klubs aus der Region mit dem „Grünen Band für vorbildliche Talentförderung im Verein“ ausgezeichnet.

Acht Vereine standen in Leipzig im Rampenlicht. Bilder: picture alliance

Para-Triathlet Martin Schulz überreichte die acht "Grünen Bänder" an die Vereine.

Die strahlenden Sieger aus Leipzig.

Es wird die dritte und letzte große Gala dieser Art im Rahmen der diesjährigen Deutschlandtour sein. Dabei können sich in der Messestadt alle Anwesenden davon überzeugen, warum sich die Preisträger mit ihren Bewerbungen in diesem Jahr durchgesetzt haben. Auf die Bühne werden gebeten: der Eissportclub Dresden (Eishockey), die Universitätssportgemeinschaft Chemnitz (Eiskunstlauf), der Wassersportverein "Am Blauen Wunder“ Dresden (Kanu-Rennsport), der Universitätssportverein Erfurt (Karate), der Sportclub DHfK Leipzig (Leichtathletik), der Sportverein Halle (Schwimmen), der TSV 1880 Gera-Zwötzen (Triathlon) sowie der Wernigeröder Sportverein "Rot-Weiß" (Floorball-Kids) – sie alle haben in den vergangenen Jahren besondere Leistungen in der Nachwuchsarbeit erbracht und sich damit die traditionsreiche Auszeichnung verdient. Das „Grüne Band“ wird mittlerweile im 31. Jahr von der Commerzbank und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vergeben. Die Trophäen überreicht dem Anlass entsprechend ein echter Ausnahme-Sportler: der mehrmalige Hockey-Olympiasieger und –Weltmeister Moritz Fürste, gleichzeitig Botschafter des “Grünen Bandes“.

Nachhaltige Förderung und mehrdimensionale Ausbildung beinhalten Wertevermittlung

Auf dem Programm stehen Grußworte durch die Gastgeber, Laudationes und die Übergabe der Preise durch hochkarätige Gäste, eine kurzweilige wie informative Talkrunde und ein buntes Showprogramm, für das die Vereine höchstpersönlich sorgen werden. Die erste Preisverleihung hatte am 26. September in Frankfurt stattgefunden, die zweite am 11. Oktober in Düsseldorf – zudem werden 28 Vereine an ihren Standorten ausgezeichnet.

Diese gebührenden Feierlichkeiten und auch ein entsprechendes Rampenlicht haben sich die Gewinner 2017 redlich verdient: Die fünfköpfige Jury der Initiative nahm auch diesmal wieder sowohl die sportlichen Erfolge als auch die sozialen Aktivitäten der Bewerber unter die Lupe. Die Verantwortlichen des Vorzeigeprojekts deutscher Sportförderung achten auf mehrdimensionale Konzepte, Nachhaltigkeit und soziale Kompetenz. Uwe Hellmann, Leiter Brand Management der Commerzbank und Jury-Mitglied erklärte: „Das `Grüne Band´ vereint die beiden Schwerpunkte unseres gesellschaftlichen Engagements– Sport und Bildung. Im Zuge dessen findet eine aus unserer Sicht essenzielle Wertevermittlung statt. Wenn ein Jugendlicher in einem Verein neben der sportlichen Leistung soziale Kompetenz und Fairness erlernt, kann er diese Fähigkeiten später in alle anderen Bereiche des Lebens – und eben auch in den Beruf – transferieren. Der Wert des Vereinssports lässt sich also auch weit über seine Grenzen hinaus bemessen.“

Im Jahr eins nach dem großen Geburtstag hat das „Grüne Band“ nichts von seiner Aussage- und Strahlkraft eingebüßt. „Das Jubiläum zum 30-jährigen Bestehen unserer Initiative im vergangenen Jahr war ein besonderes Highlight, aber letztlich nur ein Meilenstein auf dem gemeinsamen Weg – das hat die Qualität der diesjährigen Bewerbungen gezeigt, wie mir die Jury berichtete“, sagt Stephan Abel, DOSB-Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen. „Viele Vereine, nicht nur die 50 Gewinner 2017, haben sehr gute und in sich schlüssige Bewerbungen eingereicht. Die Kriterien sind sehr praxisbezogen – sie reichen von der Förderung junger Talente und der Trainersituation über den Kampf gegen Doping bis zur Integration von sozial schwachen oder benachteiligten Kindern. Die ausgezeichneten Vereine setzen Maßstäbe für die kommenden Bewerber“.

Ambitionierte Talent- und Anschlussförderung garantiert nachhaltig Erfolge

Die in Leipzig zu ehrenden Vereine eint ihre ambitionierte und akribische Nachwuchsarbeit – und der erfolgreiche Transfer der Talente in den Erwachsenenbereich. Ihre Erfolge sind meist selbst erarbeitet und belegen, dass es sich lohnt, in die Förderung von Jugendlichen zu investieren.

  • Der Eissportclub Dresden verzeichnet einen Mitgliederboom bei den Eishockeyspieler/innen. Insbesondere die Eislaufkurse für Kindertagesstätten, der ‚Eislöwen Kids Day‘ sowie die regelmäßigen Aktivitäten bei den Heimspielen der Profis sorgen für stetigen Zulauf. Auch der so genannte ‚Kumpel-Tag‘, bei dem die Nachwuchsspielerinnen und -spieler Freunde in die Eishalle bringen sollten, ist ein voller Erfolg.
  • Das Motto der Chemnitzer Universitätssportgemeinschaft lautet: ‚Leistungssport mit Herz‘. In der Saison 2017/18 stellen die Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer 15 Talente für die Landes- und Bundeskader ab. Nicht nur, aber vor allem bei nationalen Wettkämpfen stehen die USG-Nachwuchstalente regelmäßig auf dem Siegerpodest. Insgesamt gewannen sie zwischen 2014 und 2017 mehr als 90 Medaillen auf Bundesebene.
  • Der Nachwuchs des Wassersportvereins "Am Blauen Wunder" Dresden fährt regelmäßig vorne mit. Bei der Junioren- und U23-WM 2016 gingen Benedikt Bachmann und Jakob Kurschat, die beiden Toptalente der Dresdner, ins Rennen. Mit Erfolg: Im Kayak-Zweier holten sowohl Bachmann als auch Kurschat mit ihrem jeweiligen Partner Gold.
  • Der Universitätssportverein Erfurt betreute zum Bewerbungszeitpunkt 77 Kinder und Jugendliche. Die intensive Arbeit mit all den erfahrenen und erfolgreichen Trainerinnen und Trainern zahlt sich aus: Insgesamt stellten die Erfurter im Frühjahr 34 Landeskader- und drei Bundeskaderathletinnen und -athleten; zudem holten die Karate-Kids in den letzten Jahren zahlreiche Meistertitel und Podestplätze auf Bundesebene.
  • Beim Sportclub DHfK Leipzig bestehen mit dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft und dem Olympiastützpunkt Leipzig enge Kooperationen. Die intensive Arbeit zahlt sich aus: Die Nachwuchs-Leichtathletinnen und –Leichtathleten holten auf den nationalen und regionalen Meisterschaften zwischen 2014 und 2016 insgesamt 598 Medaillen.
  • Bundesstützpunkt und Landesleistungszentrum – der Standort Halle besticht durch seine Strukturen. 344 Kinder und Jugendliche schwammen zum Bewerbungszeitpunkt beim Sportverein Halle und holten in den letzten drei Jahren mehr als 120 Podestplätze bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften. Die Toptalente des Vereins erschwammen im Januar 2017 zudem den Titel bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in der B-Jugend.
  • Was für ein Quantensprung: Der TSV 1880 Gera-Zwötzen zählte 2008 gerade einmal zwei Jugendliche in seiner Triathlon-Trainingsgruppe. Inzwischen trainieren knapp 300 Kinder und Jugendliche in dem Thüringer Verein, der mittlerweile auch WM-Medaillengewinne in seiner Historie ausweisen kann. Durch Patenschaften der Regionalliga-Triathleten für den Nachwuchs entsteht eine besondere Bindung zwischen Jugend- und Erwachsenenbereich im TSV 1888.
  • Die U17-Juniorinnen vom Wernigeröder Sportverein "Rot-Weiß" holten jüngst die Deutsche Floorball-Meisterschaft. Die Nachwuchsarbeit des SV vereint Professionalität mit familiärem Touch. Vor dem diesjährigen Triumph der weiblichen U17 holten bereits die U13-Jungs im Jahr 2014 die Deutsche Meisterschaft, im Zeitraum 2014 bis 2017 standen im Rahmen der ‚Deutschen’ außerdem 13 weitere Teams auf dem Treppchen. Die U-14-Mädchen wurden in diesem Jahr nationaler Vizemeister.

(Quelle: DOSB)

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